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Du willst Lernspiele aus dem Hut zaubern?

Hier bekommst du 3 Spielideen, die du direkt umsetzen und auf viele Inhalte anwenden kannst!

Kinder haben eigentlich immer Lust zu spielen, aber durchaus nicht immer Lust zu lernen – leider! Aber wenn du diesen Beitrag gelesen hast, kannst du jederzeit schnell ein passendes Spiel zum jeweiligen Inhalt aus dem Hut zaubern.

Du brauchst: (Kartei)-Karten und Lust auf eine schöne Lernzeit mit deinem Kind oder deiner Klasse.

Jeder, der schon mit mir gearbeitet / gelernt hat der weiß, ich LIEBE Karteikarten!

Der erste Schritt ist also, die zu übenden Inhalte auf Karteikarten zu schreiben. Dabei findet schon der erste gedankliche Strukturierungsprozess statt, denn manchmal muss man sich gut überlegen, was und wie man etwas auf die Karte schreibt. Denn Karteikarten eigenen sich nicht nur für Vokabeln und einfache Rechenaufgaben. Aber dazu ein ander Mal mehr.

Grundsätzlich gilt, auf jede Karte kommt eine Portion Wissen / eine Aufgabe / eine Vokabel. Mit diesen kann man dann wunderbar flexibel hantieren.

Oftmals braucht es gar nicht den ganz großen Zirkus – kleine spielerische Elemente und die eigene Haltung machen schon den entscheidenden Unterschied.

Spielidee Nr. 1: Jäger & Sammler

Bei diesem Spiel werden die Karten überall im Raum verteilt. Der Spielleiter (also vermutlich du) macht es sich „im Lager“ gemütlich und vergibt die Jagd- und Sammelaufträge. Dein Kind / die Klasse flitzt dann los und besorgt die gewünschten Karten.

Beispiele:

  • Vokabeln: Man schreibt auf die eine Seite das deutsche, auf die andere Seite das englische / französische / spanische Wort. Der Spielleiter hat die Übersicht in Form der Liste vorliegen. Die Karten werden entweder mit der deutschen oder der Fremdsprachenseite nach oben im Raum verteilt. Und dann werden die Suchaufträge von dir angesagt. Dein Kind jagt und sammelt dann jeweils die passende Karte und bringt sie dir. Manchmal ist es sinnvoll vor dem Losrennen zu besprechen, nach welcher Karte dein Kind jetzt suchen möchte.

  • Ein Gedicht lernen: Ihr schreibt auf jede Karte einen Vers. Dann legt ihr die Karten durcheinander im Raum aus. Dein Kind schlendert durch den Raum und bringt die Karten in die richtige Reihenfolge. Ihr könnt „im Lager“ den Originaltext auslegen, dann kann dein Kind immer wieder hingehen und schauen, welcher Vers als nächstes kommt. Diesen muss es sich dann merken, wieder durch den Raum gehen und die nächste passende Karte finden. Mit der Zeit wird es das Lager nicht mehr besuchen müssen.

  • Zeitformen: Ihr schreibt auf eine Seite ein Verb oder einen Satz in einer bestimmten Zeitform und auf die Rückseite den entsprechenden Fachbegriff. Davon fertigt ihr euch so viele Karten an, wie ihr Lust habt, aber zu jeder Zeitform mindestens 3 Karten. Diese können dann entweder mit Fachbegriff oder Satz nach oben ausgelegt werden. Dann machst du es dir im Lager gemütlich und gibst wieder die Suchaufträge aus. Entweder du denkst dir einen Satz aus und dein Kind bestimmt die Zeitform und holt den entsprechenden Fachbegriff, oder du gibt den Fachbegriff vor und dein Kind holt einen passenden Satz.

Natürlich passt dieses Spielformat auch noch für ganz viele andere Themen und Inhalte.

Nutze die Grundidee und werde kreativ! 🧡

Spielidee Nr. 2: Gymnastik

Bei diesem Spiel kommt ebenfalls ordentlich Bewegung in dein Kind. Es eignet sich für alle Inhalte, bei denen es verschiedene, aber nicht mehr als 2-5 Antwortmöglichkeiten gibt. Dabei wird jeder Antwortmöglichkeit eine Bewegung zugeteilt. Du als Spielleiter sagst dann die verschiedenen Inhalte an und dein Kind entscheidet, welche Antwort richtig ist und führt die entsprechende Bewegung aus. Tip: kleine Übersicht malen lassen, welche Bewegungen für welche Antwort.

Beispiele:

  • Laute erkennen: Ihr wollt untersuchen, in welchen Wörtern ein d zu hören ist? Dann sagst du Wörter an und dein Kind entscheidet: ist dieser Laut zu hören? Wenn ja, springt es hoch, wenn nein, hockt es sich hin. Dann könnte es noch entscheiden, ob der Laut am Anfang (Anlaut – Kopf streicheln) in der Mitte (Inlaut – Bauch streicheln) oder am Ende (Auslaut – Knie streicheln) zu hören ist und dabei das Wort nochmal deutlich nachsprechen.

  • Groß- und Kleinschreibung: Dein Kind hockt sich hin und hört zu, wie du ganz langsam einen Satz vorliest. Immer wenn es der Meinung ist, dass ein Wort großgeschrieben werden muss, springt es auf und nennt das Wort.

Zeitformen: Ihr schreibt die Zeitformen auf Blätter und legt sie wie auf einem Zeittrahl auf dem Boden aus. Du liest Sätze vor und dein Kind entscheidet und springt dann zum jeweiligen Blatt auf dem Zeitstrahl. Dort angekommen kann es sich noch einen weiteren Beispielsatz in der jeweiligen Zeitform ausdenken. So habt ihr erkennen und bilden geübt. Oder du zeigst auf eines der Blätter, dein Kind springt hin und denkt sich einen Satz in dieser Zeitform aus. Das ist schon etwas schwieriger, weil es kein Beispiel vorher gehört hat. Oder ihr schreibt Sätze auf Karten und bildet einen Stapel. Dein Kind holt sich jeweils eine Karte und legt sie auf das entsprechende Blatt mit dem Fachbegriff der Zeitform. So kann dein Kind erstmal alleine arbeiten und du kontrollierst, wenn es fertig ist. Wenn dein Kind damit umgehen kann, Selbstkontrolle auf die Rückseite schreiben.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 🧡

Spielidee Nr. 3: Dingsda

Hierbei geht es darum, Inhalte zu beschreiben, ohne sie beim Namen zu nennen und der andere muss erkennen, worum es sich handelt. Es darf dabei gemalt, gezeigt und pantomimisch dargestellt werden. Diese Spielidee kann man gut auf etwas komplexere Inhalte anwenden, vor allem auch aus den Fächern Sachunterricht, NaWi & GeWi. Zunächst sucht ihr die zentralen (Fach-)begriffe des Themas raus und schreibt sie auf Karteikarten. Dann besprecht ihr oder schreibt auf, was es dazu zu wissen gibt. Und schon kann es losgehen.

Beispiele:

Bestandteile der Zelle: Die einzelnen Bestandteile als Begriff auf die Karten schreiben. Dann jeweils einen Bestandteil beschreiben, oder auch zeichnen und dein Kind muss erraten, welcher dargestellt wird. Zu Beginn kann man die Karten noch auslegen, dann ist es etwas leichter. Später dann zieht dein Kind eine Karte und beschreibt / zeichnet und du musst erkennen, welcher es ist. Wenn du selbst nicht so im Stoff stehst, kannst du dir ja die Karte zeigen lassen und dann zeitgleich überprüfen, ob die Infos deins Kindes richtig und vollständig sind.

  • Thema Eichhörnchen: Hier könnte man zum Beispiel die Begriffe Kobel, Winterruhe, Nahrung, Aussehen aufschreiben. Zunächst liegen die Karten aus, du suchst dir eine aus und erzählst / liest die passenden Informationen. Dein Kind wählt aus, zu welcher Karte zu gesprochen hast. Dann zieht dein Kind verdeckt eine Karte und gibt die Informationen du dieser Karte wieder. Du versuchst zu erkennen, zu welcher Karte dein Kind gerade spricht.
  • Planeten: Ihr schreibt die behandelten Planeten auf Karteikarten. Dann gibt es eine Beschreibung / Zeichnung zum gezogenen Planeten.
  • Bestandteile einer guten Geschichte: Es werden z.B. folgende Begriffe aufgeschrieben: informative Einleitung, Hauptteil mit Höhepunkt, Schluss, abwechslungsreiche Satzanfänge, treffende Verben, vielfältige Adjektive, passende Satzschlusszeichen, etc.
    Dann wird beschreiben, z.B.
    Dingsa sind wichtig, weil der Text sonst langweilig klingt, wenn es immer gleich anfängt. Dingsda ist wichtig und gehört dazu, weil man sonst gar nicht weiß, wie es ausgeht.

Auf gehts: An die Karten, fertig, los! 🧡

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